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14 Monate Verhandlung für mehr Sicherheit: Wie hevianna die Interessen der Hebammen vertritt

Viele Hebammen kennen hevianna über ihre Versicherung. Doch wer steckt eigentlich dahinter? Was macht hevianna aus und wie entstehen die Lösungen, von denen Hebammen profitieren?

Über diese Fragen sprechen wir mit Johannes Jaklin, Olga Pfeil und Christian Seeger. Gemeinsam blicken sie auf die Arbeit hinter den Kulissen, die enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hebammenverband (DHV) und die 14-monatigen Verhandlungen zum neuen Haftpflichtvertrag.

Zur Pressemitteilung “Verbesserte Haftpflichtabsicherung für DHV-Hebammen ab 1. Januar 2027”

Viele Hebammen kennen hevianna über ihre Versicherung. Wer ist hevianna eigentlich?

Johannes Jaklin: Tatsächlich verstehen wir uns vor allem als Partner der Hebammen. Unsere Aufgabe ist es, die Interessen der Hebammen gegenüber dem Versicherungsmarkt zu vertreten und dafür zu sorgen, dass sie verlässliche Rahmenbedingungen für ihre Arbeit vorfinden. Als unabhängiger Makler stehen wir dabei ausschließlich auf der Seite der Hebammen.

Olga Pfeil: Uns ist wichtig, dass Hebammen wissen: Hinter hevianna stehen Menschen, die sich jeden Tag mit den Themen der Berufsgruppe beschäftigen. Wir befassen uns nicht nur mit Verträgen, sondern begleiten Hebammen bei vielen Fragen rund um Absicherung. Dadurch sind wir sehr nah an den Herausforderungen ihres Berufsalltags.

Hinter hevianna stehen Menschen, die sich jeden Tag mit den Themen der Berufsgruppe beschäftigen.

– Olga Pfeil, Leiterin operatives Vertragsmanagement bei hevianna

Welche Themen beschäftigen Hebammen aktuell besonders?

Olga Pfeil: Viele wünschen sich vor allem Verlässlichkeit. Hebammen tragen eine hohe Verantwortung und arbeiten gleichzeitig in einem Umfeld, das sich ständig verändert. Da ist es wichtig, einen Partner an der Seite zu haben, der sich um Fragen der Absicherung kümmert und die besonderen Anforderungen des Berufs versteht.

Christian Seeger: Wir erleben außerdem, wie wichtig Planungssicherheit geworden ist. Wer Familien begleitet und Verantwortung übernimmt, braucht stabile Rahmenbedingungen. Deshalb beschäftigen wir uns nicht nur mit Versicherungsverträgen, sondern auch mit Themen wie Risikomanagement, Schadenmanagement und der langfristigen Entwicklung des Berufsstandes.

Wer Familien begleitet und Verantwortung übernimmt, braucht stabile Rahmenbedingungen.

– Christian Seeger, Leiter strategisches Vertragsmanagement bei hevianna

Wie werden die Anliegen der Hebammen in die Verhandlungen eingebracht?

Christian Seeger: Bevor wir überhaupt mit Versicherern sprechen, analysieren wir gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband die aktuelle Situation. Welche Themen beschäftigen die Hebammen? Wo gibt es Herausforderungen im Berufsalltag? Welche Verbesserungen wären besonders wichtig? Aus diesen Gesprächen entwickeln wir konkrete Ziele für die Verhandlungen. Unser Anspruch ist, die Interessen der Hebammen möglichst früh in den Prozess einzubringen und nicht erst am Verhandlungstisch darüber nachzudenken. 

Johannes Jaklin: Genau das macht unsere Arbeit aus. Wir verhandeln nicht für einen Versicherer, sondern für die Hebammen. Deshalb schauen wir sehr genau hin, welche Verbesserungen sinnvoll und realistisch sind und wie wir diese im Markt durchsetzen können.

Wir verhandeln nicht für einen Versicherer, sondern für die Hebammen.

– Johannes Jaklin, Key Account Manager/Fachexperte Heilwesen bei hevianna

Der neue Haftpflichtvertrag wurde über 14 Monate verhandelt. Warum dauert ein solcher Prozess so lange?

Johannes Jaklin: Die 14 Monate bestanden nicht aus einer langen Verhandlungsrunde, sondern aus vielen einzelnen Schritten. Wir haben den Markt analysiert, Gespräche mit verschiedenen Versicherern geführt und die bestehende Lösung bewusst hinterfragt. Ziel war nicht, einfach den bisherigen Vertrag zu verlängern. Wir wollten prüfen, welche Möglichkeiten sich aus der aktuellen Marktsituation ergeben und wie wir diese zum Vorteil der Hebammen nutzen können. 

Christian Seeger: Viele Verbesserungen entstehen nicht durch einen einzelnen Termin, sondern durch konsequente Arbeit über viele Monate. Es ging darum, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen, Optionen abzuwägen und tragfähige Lösungen zu entwickeln. Das braucht Zeit, schafft am Ende aber die Grundlage für stabile und verlässliche Ergebnisse. 

Was konnte für die Hebammen konkret erreicht werden?

Christian Seeger: Die neue Vereinbarung bringt mehrere Verbesserungen. Für Hebammen mit Geburtshilfe sinken die Prämien. Gleichzeitig steigt die Deckungssumme auf 15 Millionen Euro und die Vertragslaufzeit verlängert sich auf viereinhalb Jahre. Das schafft mehr Sicherheit und Verlässlichkeit.

Olga Pfeil:
Darüber hinaus konnten Vertragsbedingungen verbessert und zusätzliche Flexibilität geschaffen werden. Besonders wichtig war uns dabei immer die Frage: Was hilft den Hebammen konkret in ihrem Berufsalltag? Genau daran haben wir uns orientiert.

Worauf sind Sie persönlich besonders stolz?

Olga Pfeil: Darauf, dass am Ende ein Ergebnis steht, das die Situation vieler Hebammen verbessert. Hinter solchen Ergebnissen stehen viele Menschen, viele Gespräche und viel Engagement. 

Christian Seeger:
Mich freut besonders, dass wir gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband eine langfristig stabile Lösung entwickeln konnten. Solche Ergebnisse entstehen nur, wenn alle Beteiligten dasselbe Ziel verfolgen.

Unser Ziel ist es, Hebammen dauerhaft zu begleiten und dazu beizutragen, dass sie ihren wichtigen Beruf auch künftig unter verlässlichen Rahmenbedingungen ausüben können.

– Johannes Jaklin, Key Account Manager/Fachexperte Heilwesen bei hevianna

Was möchten Sie den Hebammen mit auf den Weg geben, und welche Themen werden hevianna künftig besonders beschäftigen?

Johannes Jaklin: Dass hinter hevianna Menschen stehen, die die Arbeit der Hebammen kennen und ihre Anliegen ernst nehmen. Die Vertragsverlängerung ist nur ein sichtbares Ergebnis unserer Arbeit. Wir verstehen uns als langfristiger Partner der Berufsgruppe. Interessenvertretung beginnt lange vor einer Verhandlung und endet nicht mit einer Vertragsunterschrift. Unser Ziel ist es, Hebammen dauerhaft zu begleiten und dazu beizutragen, dass sie ihren wichtigen Beruf auch künftig unter verlässlichen Rahmenbedingungen ausüben können.

Christian Seeger: Mit dem neuen Vertrag ist die Arbeit nicht abgeschlossen. Wir beobachten die Entwicklungen im Markt sehr genau. Themen wie Qualität, Risikomanagement und Prävention werden künftig weiter an Bedeutung gewinnen.

Olga Pfeil: Deshalb investieren wir gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband seit Jahren in entsprechende Angebote, etwa Simulationstrainings und Maßnahmen im Risikomanagement. Unser Anspruch ist es, Sicherheit nicht nur zu versichern, sondern aktiv zu stärken.